Everything turns to water, if you look long enough.


Le Matin | 80 x 120 cm

Hamburgerin
Malerei- und Grafikdesignstudium an der Fachhochschule für Gestaltung
Hamburg – Armgartstraße.
Diplom >Der bodenlose Raum. Über das Schaukeln und die Möglichkeiten
des Freien Falls.<

Für 2 Semester Dozentin an der HAW im Bereich Kunst- und Designgeschichte

Seit 2010 eigene Galerie im Lehmweg 27, Hamburg.

Stipendien
Arbeitsaufenthalt im Mecklenburgischen Künstlerhaus Schloß Plüschow
Stipendium für das 13. Internationale Landschaftspleinair des Kunstvereins Schwedt.
Ankauf von drei Werken durch die Stadt Schwedt.
Stipendium bei Pentiment in der Radierklasse von Peter Stiefel.
Stipendium der Europäischen Union für einen dreimonatigen Arbeitsaufenthalt in Paris

Ausstellungsbeteiligungen
Regionalschau: Dänische und deutsche Kunst im Dialog, Drostei Pinneberg &
Haderslev, Dänemark (GA). Crossing the Ocean, Hamburg (GA,)
Anonyme Zeichner, Berlin, Rom (GA), Rosige Aussichten, galerie/lehmweg33, HH (GA),
Galerie am Kietz, Schwedt (GA), Kunst- und Kulturverein LINDA eV, Hamburg (GA),
Anonyme Zeichner No 9, Kunstraum Bethanien, Berlin (GA), Diverse Wohnzimmersalon,
SES-Kunstprogramm, Hamburg (EA), Galerie Nordhorn, Ausstellungskatalog (GA)
Kloster Schloß Bentlage (GA), Projektausstellung und Publikation "Kultur als neue Natur",
FH Hamburg (GA), Elysee-Galerie, Hamburg (GA), Galerie Cato Jahns - Der Raum,
Hamburg, im Rahmen des Kunstprojekts "Serial Agreement" (GA)


Artikel im Tagesspiegel vom 29.7.2012 von Deike Diening

(...) Margit Meister, Malerin aus Hamburg, steht in ihrem Ausstellungs- und
Verkaufsraum, und die Bilder werfen viel Blau zurück in den Raum. Bei jedem
Wimpernschlag blitzt blauer Schatten auf ihrem Lid. Und um dieses Blau zu malen,
muss Meister ihr Haus gar nicht verlassen.
Ohne Fotovorlagen, aus Innerlichkeit und Farbe, entstehen Landschaften,
Bergpanoramen, Meeresstimmungen und Wasserwelten. Topografien, die es
nur in ihrer Fantasie gibt, und die sie „Naturkonstruktionen“ genannt hat. (...)

Es geht ihr um das Wegnehmen, darum, was man alles nicht braucht und den freien
Blick, den man dabei gewinnt. Sie malt eine Hafenansicht, übermalt sie, Berge,
die sie wieder übermalt. Sie nimmt auch das weg, was sie vorher selbst hingemalt hat.
Margit Meister ist dann, so vertieft, in jedem Sinne bei sich. Und zugleich bei
sich zu Hause. (...)

„Es geht um Geborgenheit“, sagt sie. Wenn jemand ihr sagt, „ich bin gerade in deinem
Bild spazieren gegangen“, fühlt sie sich erkannt. Sie ist keine von denen,
die sich vor Festlegung fürchten oder vor Ritualen. Im Gegenteil. Rituale, feste
Wurzeln sind kein Zeichen davon, dass einer stehen bleibt, sondern dafür,
dass einer seinen Platz gefunden hat. (...)

Den kompletten Text lesen:
www.tagesspiegel.de/zeitung/malerei-mein-leben-in-acryl/6931730.html

Naturkonstruktionen von Gabriele Staarmann

Es erhebt sich die Frage, warum Künstler heute mit den Mitteln der Natur operieren.
Wurden doch gerade per Computer generierte Bilder thematisiert oder das Betriebs­system
Kunst theoretisch von den Künstlern analysiert. Plötzlich sehen wir Landschafts­bilder,
Werke, die, bevor sie über den Intellekt, zunächst einmal auf der sinnlichen Ebene
wahr­genommen werden können. (... )

Margit Meister gibt dem Betrachter eine Aufgabe, die nicht wenig anspruchsvoll ist:
Sie zeigt das, was zu der klassischen Landschafts­malerei gehört: perspekti­visch und
farblich wunder­schön gemalte Landschafts­räume, die auch ihr großes malerisches
Talent und technisches Können unter Beweis stellen. Ihre Landschaftsbilder sind oftmals
in Vorder-, Mittel- und Hintergrund aufgeteilt und ergeben einen klassischen Bühnenraum.

Aber die Staffage, die Figuren sind nicht vorhanden, die Landschaften sind menschenleer. (...)

In den Landschafts­bildern dürfen wir uns nicht kontemplativ in der Anschauung
versenken, sondern werden durch Worte intellektuell ange­sprochen. — Die “Verdampfung
des Textes” aus der Landschafts­malerei ist hier wortwörtlich zurück ­konden­siert:
Naturbild und literarische Textbrocken ergeben ein Ganzes, das den Intellekt und
das Gemüt anspricht.

Die Aufgabe, die Margit Meister uns stellt, ist die Konstruiertheit von Natur­wahrnehmung
zu erkennen. Aber das ist noch nicht alles. Viel wesentlicher ist, dass der
Betrachter das Zauber­hafte von Margit Meisters Natur­kon­struktionen erlebt.

Gabriele Staarmann, April 2004

Der vollständige Text als PDF-Datei